Versuch 10
Wir bestimmen die Oberflächenspannung von Wasser mit zwei verschiedenen Methoden.
Versuchsaufbau

Versuchsaufbau
mit Torsionswaage,
Spiegelskala, Saugball, Kapillaren, Düsenlehren.

Torsionswaage für die Messung von Kräften im mN-Bereich.
Die Waage wird mit dem vorderen Drehknopf im Gleichgewicht gehalten,
dabei helfen die Markierungen (zu niedrig, korrekt, zu hoch).

Spiegelskala für parallaxenfreies Ablesen der Steighöhe.

Kapillaren mit verschiedenen Innendurchmessern.
Düsenlehren
Die Innendurchmesser werden mit einer Düsenlehre gemessen. Wir haben zwei verschiedene Typen:

Die Düsenlehre mit dem Dorn erlaubt eine kontinuierliche Messung von Durchmessern bis 5mm.

Die Düsenlehre mit zylindrischen Stiften erlaubt eine Angabe des Intervalls zwischen
demjenigen Stift, der gerade noch in das Röhrchen gesteckt werden kann,
und dem nächstgrößeren Stift.
Form von Wassertropfen

Die Grenzflächenspannungen bestimmen die Form von Wassertropfen auf Oberflächen.
Bei Kontaktwinkeln

Die Blätter der Lotuspflanze zeigen eine extrem geringe Benetzbarkeit für Wasser ("Lotuseffekt").
Auch andere Pflanzen haben stark hydrophobe Oberflächen, ebenso wie manche Insektenflügel oder Entenfedern.
🔗 https://de.wikipedia.org/wiki/Lotoseffekt
Quantile und Boxplot

Das Quantil qp teilt eine Stichprobe so, dass der Anteil p aller Werte kleiner ist als qp.
Im Beispiel sind 50% aller Werte kleiner als q1/2 ≈ 2,4 (dunkelgrün),
75% aller Werte kleiner als q3/4 ≈ 4,1 (dunkelgrün und hellgrün).

Die Quantile für 1/4, 1/2 und 3/4 nennt man auch unteres Quartil, Median und oberes Quartil,
den Abstand zwischen Minimum und Maximum bezeichnet man als Spannweite.
Diese Größen können übersichtlich in einem Boxplot dargestellt werden.
Für kleine Stichproben wählen wir die Quantile sinnvoll auf oder zwischen den gemessenen Werten. Im Beispiel für eine Stichprobe der Länge n = 10 liegt q1/4 auf dem 3. Wert, q1/2 in der Mitte zwischen dem 5. und 6. Wert.
🔗 https://de.wikipedia.org/wiki/Quantil
Letzte Änderung 21.04.2026 11:28:13